Angriff auf den gesamten Süden Israels

Karte mit den bekannten Angriffszielen, aus einer der führenden Warn-Apps namens Red Alert

Letzte Aktualisierung am 25. März 2024 durch Thomas Morvay

Es war ein unsanftes Aufwachen heute Morgen im Süden Israels: seit 6 Uhr Ortszeit heulen vom Negev bis Netanya die Sirenen ununterbrochen. Die Warnapp auf Computern und Mobilgeräten senden im Sekundentakt neue Meldungen über anvisierte Ziele. Es gibt auch Meldungen über Infiltrationen durch Terroristen in Kibutzim und Orte entlang der Grenze zum Gazastreifen, die allerdings bisher nicht zu verifizieren sind. Die israelische Armee hat bisher nicht erkennbar mit Gegenschlägen auf den Beschuss reagiert.

Was ist denn das, war auch unsere Reaktion heute früh: wir haben mehrere Apps auf unseren Mobilgeräten, und die zeigen Aktivitäten, die man seit Monaten nicht mehr erlebt hat. Nunmehr über mehr als drei Stunden gehen neue Meldungen über ankommende Raketen ein, in Orte entlang der Grenze zum Gazastreifen, bis in die Zentralregion der Negev-Wüste und an der Mittelmeerküste hinauf nach Netanya, nördlich von Tel Aviv.

Israel hat auf die Angriffe bisher nicht erkennbar reagiert zu haben. Die einzige bisher – kurz nach 9 Uhr Ortszeit – bekannt gewordene, verifizierbare Reaktion der Streitkräfte ist ein Aufruf der Pressestelle:

Der IDF-Sprecher bittet die Öffentlichkeit, Verantwortung zu zeigen und keine Details über Ereignisse zu verbreiten, die nicht überprüft wurden, und sich nur an Informationen zu halten, deren Veröffentlichung zulässig ist, sowie an die offiziellen Ankündigungen des IDF-Sprechers zu diesem Thema.

Hinter den Fotos und Videos stehen Familien – bitte helfen Sie uns, ihre Würde zu wahren und verzichten Sie auf die Verbreitung der Dokumente

Inoffizielle englische Übersetzung einer Twittermeldung der Pressestelle des israelischen Streitkräfte

Gemeint sind insbesondere auch Meldungen in den Sozialen Medien, auch durch uns bekannte, durchaus ernst zu nehmende Quellen, die Bilder von bewaffneten Kämpfern zeigen, und die in den Texten die Befürchtung äussern, es könnten israelische Zivilisten und Soldaten nach Gaza entführt worden sein.

Die durch das offizielle Israel bisher an den Tag gelegte Zurückhaltung der Reaktionen auf den massiven Raketenbeschuss überrascht. Wilde Spekulationen nützen natürlich niemandem, doch muss es dafür einen Grund geben. Jedenfalls war es die bisher verfolgte Strategie, Konsequenz und Härte angesichts von Angriffen zu zeigen, und das ist bislang nicht mal ansatzweise erkennbar. Die optimistischste Erklärungsvariante dazu wäre, dass inoffizielle Kontakte zu den Herrschern in Gaza bestehen, entweder direkt, was man natürlich offiziell nie zugeben wird, oder über den traditionellen Vermittler Ägypten. Denn grundsätzlich kann niemand ein Interesse daran haben, eine solch symbolträchtige Angriffswelle zu dulden, die einmal mehr auf massive externe Unterstützung der diversen Fraktionen in der Mittelmeer-Enklave hindeutet. Ebenso wird man sehr aufmerksam studieren müssen, was sich allenfalls an den anderen Fronten, von Libanon bis Syrien tut. Unwillkürlich erinnert man sich, fast auf den Tag genau, 50 Jahre zurück, als arabische Armeen den jüdischen Staat an Jom Kippur angegriffen hatten!

Ausserordentlich rasch erfolgen auch die internationalen Reaktionen auf den massiven Raketenbeschuss. Selbst unser, ansonsten durch ihr demonstrative Zurückhaltung bekanntes Aussendepartment, liess sich bereits mit einem Aufruf auf Twitter (neuerdings „X“) vernehmen:

Ebenfalls mit deutlichen Worten meldete sich der Präsident des Europäischen Rates Charles Moichel zu Worte:

Und endlich, erste Anzeichen einer Reaktion Israels:

Die deutsche Aussenministerin, Annalena Baerbock, zeigt sich ebenfalls solidarisch mit Israel:

Israel hat den Beginn einer Gegenoperation erklärt, mit der Bezeichnung „Eisenschwerter“. Es ist zu erwarten, dass dies ein massiver Gegenschlag sein wird. Doch, bleibt es bei Luftschlägen, welche bestenfalls massive Infrastruktur-Schäden gegen die Terrorkräfte bringen, oder kommt es zu einem Einmarsch? Den Gegner im Ungewissen zu lassen, ist Teil der Strategie!

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu meldete sich mit einer dramatischen Botschaft zu Wort

Am Mittag veröffentlichte auch die Gesellschaft Schweiz-Israel eine offizielle Stellungnahme:

In diesen Stunden sind die Gedanken aller Mitglieder der Gesellschaft Schweiz-Israel bei den Menschen in Israel und bei den Angehörigen der bisherigen Todesopfer. Hamas und andere islamistische Terrorgruppen haben einen Terrorkrieg gegen die israelische Zivilbevölkerung begonnen. Tausende Raketen sind aus Gaza gegen Israel abgefeuert worden. 

Israels Sicherheitskräfte stehen erneut vor einer grossen Herausforderung. Junge Männer und Frauen eilen zu den Waffen, um den Terror zu beenden. Der heutige Tag zeigt, dass sich der Staat Israel auch im 75. Jahr seines Bestehens nicht sicher fühlen kann, und nie sicher fühlen konnte. Der heutige und die kommenden Tage müssen für die Verantwortlichen der schweizerischen Nahostpolitik Anlass für ein Überdenken bisheriger Positionen sein. Dazu gehört, sich nicht länger zu weigern, Hamas als Terrororganisation zu erklären. So, wie es die EU, die USA und andere Staaten schon lange tun. Und ernsthaft zu hinterfragen ist, welche Kontakte die offizielle Schweiz weiter mit Hamas pflegen will.

Persönliche E-Mail

Sollte diese Aussage tatsächlich vom Oppositionsführer stammen und die darin enthaltene Aussage der Miniterpräsidenten akkurat wiedergeben, ist das eine ganz heftige „Nummer“:

Sonntag, 8. Oktober 2023

Einer der sympathischsten Stimmen aus Israel. Dass er, als Reservist, wieder eingezogen wurde, ist eine ernüchternde Nachricht für uns:

Die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) evakuieren die Zivilbevölkerung aktuell (1400 Uhr) aus den folgenden Ortschaften entlang der Grenze zum Gazastreifen:

  • Nahal Oz
  • Erez
  • Nir Am
  • Mefalsim
  • Kfar Aza
  • Gevim
  • Ör Haner
  • Ibim
  • Netim Ha’asara
  • Yad Mordechai
  • Karmia
  • Zikim
  • Kerem Shalom
  • Kissufim
  • Holit
  • Sufa
  • Nirim
  • Nir Oz
  • Ein haSlosha
  • Nir Yitzhak
  • Be’eri
  • Magen
  • Reim
  • Sa’ad
  • Alumim

Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), erklärt:

„Solidarität mit Israel ist jetzt wichtig. Die Militäraktionen Israels gegen die Hamas und die Hisbollah verdienen die unbedingte politische Unterstützung der Staatengemeinschaft.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft fordert: Den Worten müssen Taten folgen. Jetzt muss sich zeigen, was die Worte „Israels Sicherheit ist deutsche Staatsräson“ bedeuten:

  • Deutschland muss seine Zahlungen an die Palästinenser konditionieren. Mit deutschem Steuergeld darf Terrorismus und Antisemitismus nicht finanziert werden. Hier braucht es beim Bundeshaushalt 2024 klare Beschlüsse von Haushaltsausschuss und Bundestag.
  • Innenministerin Faeser muss die PFLP-Vorfeldorganisation Samidoun endlich verbieten.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hatte bereits in der letzten Woche an die haushaltspolitischen Sprecher von Ampelkoalition, Union und Linke geschrieben. Sie fordert, dass deutsches Steuergeld an die Palästinensische Autonomiebehörde, das Flüchtlingshilfswerk UNRWA und an die palästinensische Zivilgesellschaft zuwendungsrechtlich unter der Bedingung erfolgt, weder Terrorismus noch Antisemitismus zu fördern oder zu tolerieren. Hier wurde zu lange weggeschaut.

Die Tolerierung von Terrorismus und Antisemitismus verträgt sich nicht mit dem Bekenntnis zur Sicherheit Israels im Koalitionsvertrag.“

Hintergrund:

  1. Die Annahme, dass eine nachhaltige und unbedingte Finanzierung der internationalen, staatlichen und zivilgesellschaftlichen Verwaltung zum Aufbau demokratischer Strukturen und einer Überwindung des Terrorismus in Gaza und dem Westjordanland führen würde, hat sich nicht bestätigt. Die Zahlungen dennoch unkonditioniert fortzusetzen, ist unverantwortlich.
    Die skandalöse Rechtfertigung und Unterstützung von Präsident Abbas für den Hamas-Terror (https://www.timesofisrael.com/abbas-stresses-palestinian-right-to-self-defense-amid-condemnation-of-hamas-assault/) muss Konsequenzen haben. Auch seine jüngsten Aussagen zur Shoah führen eindrücklich vor Augen, dass die PA von einem notorischen Holocaustverharmloser und -relativierer geführt wird. Berichte über Antisemitismus und Terrorverherrlichung im Schulbereich und bei Schulbüchern von UNRWA und PA waren im Haushaltsausschuss des Bundestages wie im Europaparlament immer wieder Thema, ohne dass dies zu Konsequenzen geführt bzw. Reformbemühungen seitens der PA oder UNRWA ausgelöst hätte. Das etablierte System der Terrorrenten für Hinterbliebene von Terroristen und inhaftierte Terroristen erfuhr trotz jahrelanger Kritik keine Korrektur.
  2. Samidoun hat gestern aus Freude über die Ermordung von Israelis Süßigkeiten auf der Berliner Sonnenallee verteilt. Journalisten von #WeltTV wurden angegriffen. “Samidoun” teilt Bilder der Verteilaktion – “zur Feier des Widerstandssiegs”. Plakate auf der #Sonnenallee in Berlin-Neukölln glorifizieren u. a. den Hamas-Gründer und -Führer Ahmad Yasin und dessen Nachfolger, den Holocaustleugner Abd al-Aziz ar-Rantisi.

Samidoun ist eine Vorfeldorganisation der marxistisch-leninistischen Terrororganisation PFLP, die aktuell zur Unterstützung der Terroraktionen der Hamas aufruft und hierfür mobilisiert.

Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. DIG

An sich wenig überraschend, hat am Sonntag das Sicherheitskabinett den “Kriegszustand” verhängt. Dies erlaube “weitreichende militärische Schritte”, verlautete es aus dem Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der Regierungschef hatte bereits in seiner ersten Ansprache an sein Volk, am frühen Samstagmorgen, erklärt: „We are at war!“

Mein Kommentar, am Ende des zweiten Tages: Ich habe gelernt, dass in ausserordentlichen Situationen selten etwas so ist, wonach es ausschaut. Deswegen halte ich mich zurück mit konkreten Schlussfolgerungen, wenn nicht einmal die Ausgangslage ersichtlich ist.

Die Mobilisierung der Reserven dürfte in den nächsten 24 Stunden abgeschlossen sein, nach meiner Einschätzung an beiden Fronten. Wobei man heute gehört hat, dass der Aufmarsch im Norden massiver sein soll (mit Fragezeichen zu versehen, kann auch Projektion sein).

Der Kriegszustand kostet die israelische Wirtschaft täglich Millionen, auch das gehört in diese Betrachtung. Auch von aussen gibt es limitierende Faktoren, was für Israel möglich sein wird. Die US-Administration beurteile ich als nicht fähig, die Gegenkräfte aufzuhalten, die sofort aktiv werden, sobald ihre Klientel die absolute Vernichtung droht.

Ausserdem: jenseits der Emotionen, kann das Problem „Gaza“ wirklich gelöst werden? Ich hatte bisher stets die Auffassung vertreten, dass das nicht mit militärischen Mitteln alleine möglich ist. Auch da meine ich, dass Amerika keine konkrete Hilfe ist. Also bleiben die gemässigten arabischen Staaten, um der Achse Iran/Katar etwas entgegen zu setzen. Doch, werden sie es tun, das bleibt abzuwarten.

Aus all diesen Gründen bleiben Israel bestenfalls etwas mehr als eine Woche, um den Ausgang dieser „Runde“ in ihrem Sinne zu gestalten. Bestenfalls, ich rechne eher mit weniger.

Was danach kommt, wissen die Götter. Insbesondere auch, was danach in Israel kommt. Und auf diese Spekulation will ich mich heute noch nicht einlassen! Aus Gründen!

Montag, 09.10.2023

Heute wurden die freigegebenen Namen der ersten Opfer der Terrorangriffe der Hamas veröffentlicht: https://w.ynet.co.il/news/attackingaza In Israel, wo quasi „jeder jeden kennt“ ein dramatischer, ja traumatischer Moment!

Die israelische Armee gibt bekannt, dass nunmehr alle Orte im Süden des Landes von Terroristen gesäubert sind. Zudem verlautet es, dass in den letzten 48 Stunden über 300‘000 Reservisten einberufen worden sind. Dies ist die bei weitem höchste Zahl, die jemals so schnell mobilisiert wurden! Auch dies ein deutliches Zeichen der ausserordentlichen Tragweite der Ereignisse, zugleich eine Demonstration von Einigkeit, die im Lichte der vergangenen Monate keine Selbstverständlichkeit ist!

Der israelische Verteidigungsminister hat eben die vollständige Blockade, also Abschottung, des Gazastreifens verkündet: kein Strom (seit gestern Abend), kein Wasser, keine Güter. Weder. Hinein noch heraus. Der führende Jurist und Völkerrechtler Eugene Kontorovich- und nota bene ein grossartiger Freund Israels – weist auf geltende Rechtssprechung hin, wonach diese Massnahme nach dem Zweiten Weltkrieg für legal und legitimes Mittel erklärt worden ist:

Pressekonferenz des Vorstehers des Eidgenössischen Departement des Äusseren, Ignazio Cassis: (Quelle: Live-stream SRF via womit.ch)

  • «Die Schweiz verurteilt diese Terrorattacken aufs Schärfste.» Das internationale Recht sei massiv verletzt worden, die Geiseln müssten sofort entlassen werden. Am Nachmittag habe Bundespräsident Alain Berset mit dem israelischen Präsidenten gesprochen.
  • Aktuell gebe es keine Schweiz Opfer, sagt Cassis. Eine Taskforce verfolge die Situation genau und wolle Schweizerinnen und Schweizer vor Ort unterstützen, verspricht er.
  • Auf die Forderung seiner Partei angesprochen, die Hamas als terroristische Organisation einzustufen, sagt Cassis, aktuell gebe es keinen Handlungsspielraum. Doch die Hamas verhalte sich wie frühere Terrororganisationen, deshalb werde die «Diskussion im Bundesrat sicher stattfinden».
  • Die Schweiz arbeite weiterhin daran, Bürgerinnen und Bürger nach Hause zu bringen. Der Andrang auf den ersten Flieger, der morgen von Tel Aviv Richtung Zürich abheben soll, sei sehr gross gewesen. In den nächsten Stunden und Tagen würden Lösungen gefunden, so Cassis.
  • Auf die Rolle des Iran angesprochen, sagt Cassis erstaunlich offen, dass dieser wohl eine Rolle spiele. «Aber Beweise haben wir aktuell keine», sagt er.
  • Die Schweiz finanziert UNRWA, nicht das palästinensische Volk. Ebenfalls richtet die Schweiz Mittel an 30 NGO aus, und von diesen sind keinerlei Verbindungen zu Terroristen bekannt.

Zusammenfassend lässt sich sicherlich feststellen, dass die Schweiz ihre bisherige, auf Abwarten und auf „gute Dienste“ basierende, im Verborgenen stattfindende Diplomatie nicht verändern wird. Man mag darüber die Nase rümpfen und feststellen, dass dies nicht mehr angemessen ist. Aber um daran etwas ändern zu können, scheint auch einem, Israel grundsätzlich wohlgesonnenen, Bundesrat Cassis, nicht möglich zu sein! Es lebe das Kollegialitätsprinzip im Bundesrat – und dies ist nicht sarkastisch dahin gesagt!

Wenn man daran denkt, unter welchen Umständen Menachem Begin 1967 in die Regierung eintrat, fragt man sich unweigerlich, ob Ministerpräsident Netanjahu mit seinem Vorgänger Levi Eschkol verglichen werden will. Denn er hat in einer 7-minütigen Ansprache heute Abend die Opposition aufgefordert, ohne Vorbedingungen seiner Regierung beizutreten. Oder geht es darum, gemeinsam den Verteidigungsminister Yoav Gallant abzulösen? Andererseits, war es am Samstagabend Oppositionsführer Yaïr Lapid, der seinerseits angeboten hatte, sämtliche Differenzen hintanzustellen und in eine Regierung der nationalen Einheit einzutreten. So gesehen hätte Netanjahu bloss dazu Ja sagen müssen, und nicht so umständlich fragen. Besonders, wenn man sich daran erinnert, mit welch beissender Kritik er Lapid für dessen Libanon-Deal überzogen hatte! Am Ende des Tages ist aber der Vergleich mit dem zögerlichen, verunsichert wirkenden Eschkol vielleicht gar nicht so weit hergeholt. Denn stark und sicher wirkt Netanjahu gerade gar nicht! Das war mal anders!

Dienstag, 10.10.2023

Während die israelische Armee die Bodenoffensive vorbereitet, soll hier die aktuelle Doktrin, entworfen durch den ehemaligen Generalstabchef Aviv Kochavi, dargestellt werden:

Going on the Attack: The Theoretical Foundation of the Israel Defense Forces’ Momentum Plan

 01.10.20

Eran Ortal

“It is not enough that we do our best; sometimes we must do what is required.”

-Winston S. Churchill

ABSTRACT: The planners of the Israel Defense Forces came to view Israel’s main threat as emanating from “asymmetric” forces, a concept that emerged in a context of clear Israeli military supremacy against all neighboring conventional armies. Since then, however, Iran has challenged Israel’s military supremacy both directly and indirectly. The arsenals of Iran’s proxies on Israel’s borders have required the enemy to be redefined as terror “armies.” Thus, the threat to Israel has grown significantly and changed in nature. The theoretical framework of the IDF’s “Operational Concept for Victory,” which is the basis for the 2020 “Momentum” Multiyear Plan, therefore defines Israel’s new reality, lays out an updated approach for decisive victory against capable adversaries, and provides a theoretical and practical outline for the necessary force design requirements.

Introduction

During 2019–2020, the IDF released two important publications: “The Momentum Multiyear Plan” and a conceptual document, “The Operational Concept for Victory.” The two documents indicate a significant change in the way the IDF sees both itself and its adversaries. At the heart of these publications lies the IDF’s understanding that reactive measures are insufficient to confront contemporary challenges. Instead, the IDF must undergo a fundamental change.

This necessity for change is shaped by two core factors:

  • The IDF’s new understanding of the military challenge—Israel’s adversaries are “diffuse, rocket-based terror armies” (i.e., not just guerrilla or terror organizations). The IDF must come to a new understanding of its enemies and reinvent itself in light of this understanding. That will be the focus of the first section of this article.
  • The IDF’s potential for change—A driver for change is a necessary but not sufficient condition. Change happens when we also identify new opportunities of which we have not yet taken full advantage. In this case, our opportunities lie in the recent developments in the digital revolution, also known as the “fourth industrial revolution.”

The new IDF operational concept and the Momentum Plan rest on a theoretical framework based on these two factors.

The Emergence of Rocket-Based Terror Armies

The 1990s and 2000s shaped the IDF’s worldview and how it has perceived reality since then. These two decades represent a relatively rare moment in military history of near-total dominance of advanced Western militaries. This military supremacy was primarily manifested in airpower that increasingly looked like it could win wars on its own from then on, without any real danger to ground forces or to the country itself.

Israel’s foes had ample reason to take its air supremacy seriously. The dissolution of the Soviet Union suspended the development of Syria’s air force and its anti-aircraft missiles for more than a decade. The memory of the defeat of the Syrian air force and the destruction of its surface-to-air missile array by the Israeli Air Force in the 1982 First Lebanon War was still fresh in the minds of Syrian generals when they witnessed up close the overwhelming display of American airpower in the 1991 Gulf War.

As prominent military thinkers in the West and in Israel celebrated the seemingly historic victory of airpower in the 1999 Kosovo conflict, the other side had already determined the main elements of its response to Western airpower—concealment, transitioning from armored warfare to low-signature light infantry, proxy warfare, and long-range fires as a primary tactical and strategic tool. IDF researchers Carmit Valensi and Itai Brun called this development the “other revolution in military affairs.” This revolution is rooted in diverse conditions—the weakening of Middle Eastern states, the Islamic revolution in Iran, the breakup of the Soviet Union, and, of course, the revolutions in information technology and in military affairs (RMA) in the 1990s—leading to the total dominance of Western militaries and the IDF as a result.

The IDF called these enemies, which developed in the 1990s and 2000s, “asymmetric,” emphasizing their military inferiority. In Southern Lebanon, Gaza, and the West Bank, the IDF found itself fighting forces that were indeed inferior militarily. The main challenge, as the IDF saw it at the time, was in the limitations that the IDF had self-imposed, and not the enemy’s capabilities.

Still, worrying signs indicated an erosion of Israel’s air supremacy as early as the 1990s. All the IDF’s campaigns during the 1990s in Lebanon and Gaza featured extended periods of fighting, with rising costs and increasing strikes on the Israeli home front, a threat that remained relevant even after the introduction of the Iron Dome system in the 2012 Operation Pillar of Defense against Hamas.

The disappointing results of these campaigns were usually attributed to the familiar challenges of counterinsurgency and counterguerrilla warfare. The IDF’s successful fight against terror in the West Bank in the early 2000s contributed further to the failure to distinguish between the phenomena emerging over the border in Lebanon (and later in Gaza) and the challenges posed by asymmetric adversaries. The apparent paradox between the total supremacy of the IDF and the ambiguous results of the campaigns against Hamas and Hezbollah caused frustration among both decision makers and the Israeli public.

In this regard, the Operational Concept for Victory, and the term “rocket-based terror armies” are important guideposts in the Israeli understanding of the challenge. The IDF no longer speaks of “asymmetric warfare” against “inferior forces,” in which Israel’s main limits on the use of force are self-imposed. It no longer sees Hezbollah and Hamas as challenges rooted in “insurgency” or “guerrilla warfare.” Rather, the new IDF operational concept describes the enemy as an advanced networked adversary that has cracked the secret of Israel’s military power and presents Israel with an operational challenge that serves enemy strategy. These are organized, well-trained armies, well-equipped for their missions, with straightforward operational ideas and tactics, all of which support a clear and dangerous strategy and ideology.

Moreover, the IDF’s recent publications represent an understanding that the paradigm of deterrence operations is a dead-end strategic and doctrinal pattern. Such operations were not meant to be decisive victories and only served to inoculate the enemy against IDF power by gradually exposing him to limited doses of our capabilities, while indicating to the enemy that his military concept is effective and that he should continue to develop it. The operational concept at the heart of the Momentum Plan effectively accepts this argument. Limited operations are still an available alternative for decision makers, but the main test of Israel’s military power is that of decisive victory. This includes the ability to not only defeat a terror army like Hezbollah but also to do it relatively quickly, at an acceptable cost to our forces and our home front, and in a way that is irrefutable.

The Main Distinguishing Attributes of the Military Threat Facing Israel

The enemy’s “system” can be defined by its strategic logic, its practical tactical manifestations, and the operational idea that connects the two. At the strategic level, Iran directs the enemy’s system, which seeks to deprive Israel of its regional position. This threat will gradually intensify Israel’s security challenges through deterrence and is based on fire bases created around Israel’s borders (at this stage, Lebanon and Gaza). At the operational level, these fire bases rest on two complementary principles—self-protection in complex environments and massive strikes. At the tactical level, this operational form is enabled by familiar tactics, like ambushes or other hit-and-run attacks, and especially by the ability to strike effectively from a distance. In other words, these are anti-access/area-denial (A2/AD) capabilities (military capabilities designed to deter or delay deployment of the other side’s into a given theater or to prevent their effectiveness of operation in that theater) of tactical proportions.

The persistent attacks in recent years by Iranian proxies and/or by the Islamic Revolutionary Guard Corps against Saudi and Emirati targets offer a model of action that could be turned against Israel.

In a similar manner, under the cover of the deterrence that fire bases along Israel’s border can create, Iran is trying to strengthen its hold on the areas adjacent to Israel. In parallel, Iran is working toward nuclear capabilities that will become, in its eyes, the ideal deterrent and will allow Iran even more freedom of action to undermine the regional order.

What can we learn from the changing nature of the threat Israel faces? Modern military history can be seen as alternating waves of the dominance of offense and defense, of maneuver and fire. The precision-fire revolution of the 1980s and 1990s negated the need for non-Western conventional armies to maneuver on the battlefield. The adversary’s adaptation to this reality has moved from reducing its vulnerabilities in airpower in the 1990s and 2000s to a new phase of gaining precision-strike capabilities of its own. Israel’s enemy can now strike from a relatively safe distance, beyond the range at which Israel—the target—can respond, thus threatening the IDF’s freedom of action on the battlefield. Effective fires cause damage and thus serves as a deterrent. This capability allows adversaries to carry out an escalating insurgent strategy, which undermines the existing order and the balance of forces in the region.

The challenge that Israel faces is a particular manifestation of a global military phenomena—A2/AD-based defense-strike complexes. These are a global development and the product of the contemporary military era, whose essence is the dominance of fire over maneuver. IDF researcher Dvir Peleg coined the phrase “defense-strike complex” to describe the phenomenon of regional powers (Russia and China) taking advantage of stand-off fires technology in order to extract a high cost from the US if it chooses to intervene in regional crises. The Russians and Chinese are not “asymmetrical” but are instead “near-peer competitors” in American eyes. If the US decides to protect its interests and fulfill its commitments to allies threatened by Russia or China, it will face a real threat to its planes, ships, and regional bases. A broad escalation would also mean the US itself is threatened by ballistic missiles—a threat that includes nuclear weapons at its extreme. Under the cover of this threat, Russia and China are carrying out a gradual subversive campaign that rests on gray zone warfare—small steps, below the level of war, that gradually increase their influence.

Opportunities for Change

In the past, the IDF knew how to take advantage of technological advances in order to develop groundbreaking concepts. The precision-fire revolution, as mentioned above, forced the Syrian military to go from a strategy of strategic parity on land and in the air, to a concept of limited confrontation with Israel, relying heavily on proxy forces. If we have indeed identified the main directions of change needed to face our enemies, how can the technological potential developed over the last decade, part of the so-called fourth industrial revolution, allow us to achieve a new, much needed, breakthrough?

Automation and advanced information processing enable the creation of battlefield sensing, processing, and rapid strikes complexes—a form of reconnaissance—as part of the maneuvering force. As opposed to the main elements of intelligence gathering and processing, which operate detached from the maneuvering force, the tactical reconnaissance complex will be based on networked unmanned aerial vehicles and radars receiving and deciphering the signatures emitted by the enemy during combat. Interconnected data and advanced information processing could break through the current glass ceiling blocking more effective results from the intelligence/air force attack system and could allow more information to be processed more rapidly, in turn enabling more targets to be attacked more quickly and accurately.

The Momentum Plan is complemented by a conceptual framework that enables a clear set of practical priorities in a resource-starved reality. The theoretical framework must answer three fundamental questions:

  • What is the foundational idea that enables a better use of military force?
  • How do we fix the clock while it is still ticking? In other words, how do we change the force without replacing it at an exorbitant cost, while maintaining and improving its readiness for immediate challenges?
  • What is all this meant to achieve? In other words, what is the operational goal of Momentum’s force design?

The IDF’s “Operational Concept for Victory” answers these questions through three primary principles:

Principle 1: Multidomain

The idea of multidomain should be understood as a new quality of combat-integration of air, land, intelligence, electro-magnetic, cyber, and other dimensions, never before possible by traditional command-and-control mechanisms.

The idea of multidomain comes from two insights: First, complex problems need complex solutions. Israel’s enemies present a complex problem that includes a closed, populated combat environment; stealth; diffusion; diverse strike capabilities; and legal and psychological snares. The multidomain principle expands military maneuver capabilities from geographic realms of land, air, and sea to other dimensions of cyber, electro-magnetic spectrum, information, and subterranean, and provide a new realm of opportunity to pose dilemmas to the enemy.

Second, we live in an age of integration. Not only does the nature of our adversary require it, but also the era we live in demands new, closer synergy that was not possible before. The age of integration allows us today to build forces that can operate cyber, electronic warfare, air, sensors, information processing, strike, and ground elements on the tactical level. These means will not replace the institutional services and the professionalism that provides highly advanced air, intelligence, telecommunications, and cyber capabilities.

The multidomain principle at the tactical level is simple. The more we develop independent, organic operational capabilities that function simultaneously in different domains under one command framework and toward one defined mission, the more room we will have to maneuver and confound our adversaries, while their ability to adapt effectively wanes. This is the guiding principle for developing capabilities in the Momentum Multiyear Plan.

Principle 2: “Smart” Responses

Often the term “transformation” is seen as a utopian fantasy of a state-of-the-art modern military force, which takes massive investments in time and resources to build. Indeed, the question is often asked—how can a military organization change at acceptable cost and in a reasonable time frame, while maintaining its readiness for war?

The principle that resolves this tension is the idea of the “smart suit.” The idea can be explained by the “smart city” metaphor. The city already exists—paved roads, municipal services, places of business, neighborhoods, traffic lights, cultural and athletic institutions, and, of course, the residents are already there. To create a more effective, “smart” city—one that uses less energy while providing better services, one that makes do with fewer police while providing more security, in addition to being more accessible and less crowded—more investment in the traditional infrastructure is not necessary. Instead, a new layer is needed—a communications and sensor network built on the basis of existing infrastructure, which will gather and process information in order to provide insights on how to better make use of existing resources. Digitization of production processes, including agriculture, medicine, and industry, is another example of adding a layer of sensors and data processing on top of existing infrastructure.

By donning a “smart suit,” Israel’s existing military force can adapt to the challenge of fires-based stealth enemies without harming its immediate readiness for war and without demanding impossible budgets. In practical terms, this means a reconnaissance screen-based on squadrons of UAVs belonging to tactical forces, synergy of intelligence and sensing means, all of which is connected to joint databases and effective information extraction systems. This will allow us to locate the enemy more precisely and more rapidly. Creating this platform is not cheap, but the “smart suit” allows us to base our solution on the existing force while clothing it in affordable and practical modernization elements.

Principle 3: Negating Enemy Capabilities

In the past, the IDF defeated Arab armies by using maneuvers in enemy territory to threaten encirclement and to cause them to collapse. This is how the IDF brought about the collapse of the Egyptian army in the Negev and in the Sinai deserts in the four major wars from 1948 to 1973, forced both the Jordanian army to retreat from the West Bank and the Syrian army from the Golan Heights in 1967. However, against fire-based terror armies, it is unlikely that in a future conflict capturing territory and threatening to surround them will achieve similar results. Territory is an important asset for the enemy system, but it is no longer the ultimate purpose of the system. The new enemy fights to maintain continuous fire into Israeli territory. Since the IDF cannot stop the fire attack through intelligence/stand-off fires alone, the central aim of the Momentum Plan is to design a force that can negate the enemy’s combat capabilities, first and foremost fire capabilities.

In conclusion, two central elements of the response to the enemy’s defense-strike complex threat are being developed, utilizing the technological potential of the fourth industrial revolution:

  • A quicker and more precise ability to locate enemy forces—This is attainable primarily during tactical contact that forces the defender to take actions that emit signatures. Locating the enemy and striking its prepared hideouts or as the enemy moves between them will neutralize the enemy’s ability to operate as a system.
  • Fire suppression—The tactical purpose of enemy actions is to enable fire on Israel’s civilian home front and fire against the IDF’s maneuvering forces. Enemy fire is the only time that the enemy reveals himself in an unequivocal fashion. The moment of fire is thus the main weakness of an adversary whose main strength is stealth. This moment must become a core component of the effort to locate the enemy. Destroying the sources of fire in this window of time will neutralize the combat capabilities of fire-based adversaries.

Conclusion

The new operational concept comes largely from the new understanding that the nature of threats facing the State of Israel and the opportunities inviting the IDF to change. At the heart of the updated IDF operational concept and the Momentum Plan is a fundamental change. The challenge of the Momentum Plan is to match the IDF’s existing might to the evolved threat, and to enable Israel to go on the attack—to return to short wars, decisive victory, and removal of the main military threat to Israel, that of rocket fire. Negating the threat of rocket fire will give Israel significant strategic freedom of action and will thwart the adversary’s rebuilding efforts after the war. The Momentum Plan aims to address this challenge by taking full advantage of the emergent technological potential in order to make the IDF a “smart” war machine.

Website der israelischen Armee IDF

An der Uni Bern bahnt sich grösseres Ungemach an: gemäss einer Interpellation ans Berner Kantonparlament stellen sich Fragen bezüglich der „Objektivität und Professionalität“ im Institut für Islamwissenschaften!

Ein Pressesprecher der israelischen Verteidigungskräfte erklärte vor kurzem:

  • We have regained full control over the border fence in the Gaza Strip. In the last day, not a single terrorist entered the fence.
  • Forces from the Yalam unit are working to mine the infiltration points in the fence. Now we are busy clearing the area.
  • We estimate that there are more individual terrorists who are hiding in the Gaza envelope and we will encounter them in the field.
  • Tens of thousands of fighters are engaged in this mission. At this stage we have not verified any suspicion of tunnels crossing into Israeli territory.
  • We have almost completely evacuated the communities adjacent to the fence – there are a few families who have decided to stay in their homes, at this stage we are not forcing them.
Veröffentlicht auf X, vormals Twitter

Gestern schon, im Anschluss an ein Telefongespräch von Präsident Joe Biden, Président Emmanuel Macron, Bundeskanzler Olaf Scholz, Prime Minister Rishi Sunak und Presidente der Consiglio dei Ministri Giorgia Meloni, veröffentlichte das Weisse Haus eine gemeinsame Erklärung. Aus unerfindlichen Gründen gibt es auch 24 Stunden später keine deutsche Fassung davon:

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Weil es sich angesichts der Interpellation nicht mehr unter den Teppich kehren lässt, meldet sich nun die Uni Bern zu Wort – auf X (vormals Twitter). Leider ist die Stellungnahme nicht konkret genug, was an der Schwammigkeit der „einschlägigen Richtlinie“ der Uni liegen kann, oder an der Entschlussunfähigkeit der Beteiligten. Ob sie datenschutzrechtliche Gründe vorschieben, um nicht etwas konkret zu kommunizieren, ist derzeit offen.

Vielleicht war die Idee eine Spur zu ambitioniert: eine Demonstration in Berlin-Neukölln, morgen, am Hermannplatz, aus Solidarität mit Israel. Nun wurde sie abgesagt, weil die Berliner Polizei nicht die Sicherheit der Veranstaltung garantieren könne.

Mittwoch, 11. Oktober 2023

Es scheint, dass am Abend sich die zweite Front, jene zum Libanon, aufgetan hat. Nach bisher unbestätigten Berichten dringen Paraglider und/oder Drohnen ein. Es gibt bereits Meldungen, dass die Vereinigten Staaten ihre Botschaft in Beirut schliessen und ihre Mitarbeiter evakuieren

Der britische Aussenminister James Cleverly ist heute in Israel. Während seines Aufenthaltes musste er auch Deckung in einem Schutzraum suchen, als er ein Kibbutz besuchte. Der US-Aussenminister Antony Blinken wird morgen in Israel erwartet.

In der letzten halben Stunden verliessen mehrere Flieger den internationalen Flughafen Ben-Gurion, vermutlich ausländische Staatsangehörige aufliegend.

Im Bild eine spanische, eine brasilianische und eine italienische Airbus A-330

Donnerstag, 12. Oktober 2023

Die israelische Fluggesellschaft El Al gab bekannt, dass Flüge am Schabbat, ab kommenden Samstag, wieder eingeführt werden, um Reservisten aus dem Ausland zurück zu bringen!

Montag, 16. Oktober 2023

Heute Abend veröffentlicht meine gute Freundin, die in Zürich für den Nationalrat kandidiert, dass sie im Wahlkampf übel antisemitisch angegangen worden war:

Einer der besten Anklagen gegen die bestialischen Terrorschläge gegen unschuldige Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder:

Dienstag, 17. Oktober 2023

Ein klares Anzeichen, dass die Vereingten Staaten ihre Schritte mit Israel koordinieren. Mit Blick auf die Absichten des Irans, den Konflikt auszuweiten, ein äusserst willkommenes Zeichen der Solidarität:

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Über Thomas Morvay 315 Artikel
Der mit Sprache Bilder kreiiert Seit über 10 Jahren journalistisch tätig, vorwiegend zu Themen Israel und jüdisches Leben. Zuvor Korrespondent und Redaktioneller Mitarbeiter für die European News Agency, und seit geraumer Zeit als Blogger hier auf dieser Plattform. Davor war ich auch fleissig als Kommentator über die Plattform Disqus unterwegs, u.a. bei der Jerusalem Post oder die Neue Zürcher Zeitung. Inhaltlich mache ich keinen Hehl aus meiner Überzeugung, dass für mich die sog. Zwei-Staaten-Lösung - die ja wahl- und bezeichnenderweise auch schon ein Konzept für mehr als 2 Staaten war - eine in der westphälischen Ordnung (Henry Kissinger) verwurzelte und europazentrische Sichtweise - überholt resp. zumindest neu gedacht werden muss. Als Sprössling zweier Überlebenden der Schoa ist das, was man heutzutage Erinnerungskultur nennt, naturgemäss mein Thema. In diesen Zusammenhang gehört die Auffassung, dass man nach wie vor lieber tote Juden beweint, als dass man sich lebenden Juden - in Israel oder in der Diaspora - zuwendet, bekennt und mit ihnen solidarisiert. In dieser Hinsicht halte ich meinem Land, der Schweiz, vor, sich ihrer Verantwortung aus dem Zweiten Weltkrieg bis heute nicht gestellt zu haben. Da verkommt sogar die Diskussion über eine zentrale Gedenkstätte oder zu Raubkunst zur willkommenen Ablenkung vom Thema. Mitglied im Deutschen Verband der Pressejournalisten

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