Bund erklärt nationale Notlage

In der Schweiz gilt seit Mitternacht eine “nationale Notlage”. Der Bundesrat verfügte gestern eine Reihe von Massnahmen, welche das öffentliche Leben deutlich beeinträchtigen.

Es ist verboten, öffentliche oder private Veranstaltungen, einschliesslich Sportveranstaltungen und Vereinsaktivitäten durchzuführen. Ebenso bleiben die folgenden sog. “öffentlich zugänglichen Einrichtungen” geschlossen für das Publikum:

  • Einkaufsläden und Märkte
  • Restaurationsbetrieb
  • Barbetrieb sowie Diskotheken, Nachtklubs und Erotikbetriebe
  • Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe, namentlich Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzerthäuser, Theater, Casinos, Sportzentren, Fitnesszentren, Schwimmbäder, Wellnesszentren, Skigebiete, botanische und zoologische Gärten und Tierparks;
  • Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt wie Coiffeure, Massagen, Tattoo-Studios und Kosmetik.

Ausnahmen gelten für Lebensmittelgeschäfte und sonstige Läden, soweit sie Lebensmittel oder Gegenstände für den täglichen Bedarf anbieten. Offen bleiben zudem Take-Aways, Betriebskantinen, Lieferdienste für Mahlzeiten und Restaurationsbetriebe für Hotelgäste, Apotheken und Drogerien, Poststellen und -agenturen, TelekommunikatinsgeschäfteBanken, Tankstellen, Bahnhöfe und ähgnliche Einrichtungen des öffentlichen Verkehrs, die öffentlichen Verwaltungen und soziale Einrichtungen.

Selbstverständlich finden Beerdigungen im engen Familienkreis weiterhin statt. Zudem sind Spitäler, Kliniken und Arztpraxen von der Massnahme ebenfalls ausgenommen, genauso wie Praxis und Einrichtungen von Gesundheits-Fachpersonen.

Hier die Verordnung zum Download:

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Über Thomas Morvay 219 Artikel
Der mit Sprache Bilder kreiiert Seit über 10 Jahren journalistisch tätig, vorwiegend zu Themen Israel und jüdisches Leben. Zuvor Korrespondent und Redaktioneller Mitarbeiter für die European News Agency, und seit geraumer Zeit als Blogger hier auf dieser Plattform. Davor war ich auch fleissig als Kommentator über die Plattform Disqus unterwegs, u.a. bei der Jerusalem Post oder die Neue Zürcher Zeitung. Inhaltlich mache ich keinen Hehl aus meiner Überzeugung, dass für mich die sog. Zwei-Staaten-Lösung - die ja wahl- und bezeichnenderweise auch schon ein Konzept für mehr als 2 Staaten war - eine in der westphälischen Ordnung (Henry Kissinger) verwurzelte und europazentrische Sichtweise - überholt resp. zumindest neu gedacht werden muss. Als Sprössling zweier Überlebenden der Schoa ist das, was man heutzutage Erinnerungskultur nennt, naturgemäss mein Thema. In diesen Zusammenhang gehört die Auffassung, dass man nach wie vor lieber tote Juden beweint, als dass man sich lebenden Juden - in Israel oder in der Diaspora - zuwendet, bekennt und mit ihnen solidarisiert. In dieser Hinsicht halte ich meinem Land, der Schweiz, vor, sich ihrer Verantwortung aus dem Zweiten Weltkrieg bis heute nicht gestellt zu haben. Da verkommt sogar die Diskussion über eine zentrale Gedenkstätte oder zu Raubkunst zur willkommenen Ablenkung vom Thema. Mitglied im Deutschen Verband der Pressejournalisten

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