In den Morgenstunden des 5. September 1972 begann die Geiselnahme der israelischen Olympiamannschaft, welche knapp 24 Stunden danach in einer Katastrophe auf dem Flugfeld Fürstenfeldbruck endete. Alle 11 israelischen Geiseln waren tot, die überlebenden 3 Terroristen wurden später ausgetauscht. Es oblag anschliessend einer Mossad-Sondereinheit, allen Terroristen eine eindeutige Botschaft zu senden: nicht aus Rache, aber als Signal, dass Israel Angriffe auf seine Bürger weltweit bestraft.
Auf Seiten der Münchner Polizei war es eine Serie von Pannen, ausgelöst durch unprofessionelles Verhalten, mangels Ausbildung und Unbelehrbarkeit, motiviert aus Eitelkeit. Polizeipräsident Schreiber erlaubte weder eine Mitwirkung von Truppen des Bundesnachrichtendienstes, noch eine Mitsprache des angereisten Mossad-Chefs Zwi Zamir. Die Terroristen konnten sodann stundenlang am TV die Vorbereitungen zu einer Stürmung der Unterkunft der israelischen Mannschaft, live verfolgen, in all ihrem Dilettantismus: Polizisten mit gewöhnlichen Gewehren, in Zivilkleidung und Turnschuhen, klar sichtbar, da der Tatort nicht abgesperrt war. Und obschon rechtzeitig bekannt geworden war, dass die Anzahl der Terroristen weitaus grösser als angenommen war, fand keine Anpassung der Strategie auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck statt, wo sich die Scharfschützen gegenseitig im Schussfeld befanden.
Später wurden, bisher nicht widerlegbare, Vermutungen bekannt, Deutschland hätte sich auf einen «Deal» eingelassen, wonach die 3 überlebenden Terroristen freigepresst werden konnten, und im Gegensatz die PLO zugesichert hat, keine weiteren Anschläge in Deutschland zu verüben. Ein ähnlicher «Kuhhandel» wurde vor wenigen Jahren auch in der Schweiz bekannt, nach dem Attentat von 1970 auf Swissair-Flug 330, von Zürich nach Tel Aviv, über Würenlingen. Die Angreifer von München sollen ferner während der Vorbereitungen auf das Attentat logistische Hilfe von deutschen Neonazis erhalten haben. Und schliesslich ergaben sich Hinweise darauf, dass der heutige Präsident der Palästinensischer Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, für die Beschaffung der Geldmittel bei der Terrorgruppe «Schwarzer September» verantwortlich gewesen war.
Die 11 israelischen Sportler werden durch diese Erkenntnisse nicht wieder lebendig. Der Schmerz der Hinterbliebenen wird auch durch das Wissen darum, dass die Terroristen, mit Ausnahme von wenigen Einzelnen, sich bis an ihr Lebensende vor Verfolgung durch den Mossad nicht sicher fühlen konnten, nur wenig gemildert. Die Schande, dass die Ermordung von Juden, mitten in Deutschland, 27 Jahre nach der Schoah, das Internationale Olympische Komitee nicht dazu bewegen konnte, die Spiele vorzeitig zu beenden, wurde bis heute nicht getilgt. Deshalb: das Mindeste was man heute noch tun kann, tun muss, ist sich an die Opfer zu erinnern, ihrer zu gedenken. Möge die Erinnerung an sie für alle ein Segen sein.
UPDATE 05. SEPTEMBER 2026
Bis heute ist nur von einem der mutmasslich beteiligten Planern und Ausführenden bekannt, dass sie eines natürlichen Todes gestorben seien:Abu Daoud. er wurde im Januar 1977 in Paris von der französischen Polizei festgehalten, während er sich auf einer Reise von Beirut an ein nicht näher bekanntes Ziel befunden hatte. Nach Protesten, dass er sich auf dem Weg zu einem Begräbnis eines PLO-Mitglieds befunden hätte und daher diplomatische Immunität genösse, entsprach die französische Regierung nicht einem deutschen Auslieferungsbegehren. Des Weiteren ist heute bekannt, dasss – auf Ersuchen Israels hin – Daoud 1996 von Israel freies Geleit nach Gaza, zu einem Treffen der PLO, zugesichert worden war, wo im Gegenzufg die Terrororganisation ihre Statuten insoweit anzupassen versprach,dass sie nicht länger die Vernichtung Israels forderte.
Von Daoud stammen im Weiteren die Behauptungen, Mahmoud Abbas sei der Financier des Münchner Attentats gewesen – auch wenn diesem die konkreten Verwendungsziele der Gelder nicht bekannt gewesen sein sollen. In seinen Memoiren vertrat Daoud die These, dass Israel wohl kaum den 1993 geschlossenen Oslo-Abkommen zugestimmt hätten, wäre es damals bekannt gewesen, wozu die Mittel verwensdet werden sollten – eine, gelinde gesagt steile These, für die es keine unabhängigen Belege gibt, und die wohl eher der «Weisswaschung» von Abbas dienen sollen. Daoud starb im Jahr 2010 in Damaskus – an Nierenversagen. Neben den eher milden Begleiterscheinungen wie Müdigkeit und Schwäche, geht ein Nierenversageen häufig mit Symptomen einher, wie Übelkeit, chronisches Erbrechen, Kurzatmigkeit und Herzrhytmusstörungen einher: man ist geneigt zu sagen,das hätte kaum einem «netteren» Zeitgenossen passieren können!
Dieser Beitrag wurde aktualisiert durch Thomas Morvay, vor 1 Monat ago







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