Der Stabchef des IDF gibt den Tarif durch

Der Stabchef des IDF, Herzi Halevi, der seinen Amtseid Mitte Januar 2023 ablegte, trat bisher kaum ins Rampenlicht. Was bei jeder anderen Armee demokratischer Staaten eine Selbstverständlichkeit ist, mutet in Israel eigenartig an. (Lizenz: imago / Xinhua; Copyright: Gideon Markowicz)

Letzte Aktualisierung am 27. März 2023 durch Thomas Morvay

Jerusalem/Israel – Herzi Halevi, Stabchef Verteidigungs-Streitkräfte Israels (IDF) wendet sich am heutigen Montag an die Truppe. Und grundsätzlich bleibt bloss eine Frage, die aber im gleichen Masse an die Regierung Netanjahu adressiert werden muss: warum brauchte es die dramatischen Entwicklungen der letzten 48 Stunden dazu?

Hier die auf der Website des IDF veröffentlichte englische Fassung des “Tagesbefehls”, wie man eine solche Standpauke an die Truppe auch bezeichnen könnte:

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Über Thomas Morvay 315 Artikel
Der mit Sprache Bilder kreiiert Seit über 10 Jahren journalistisch tätig, vorwiegend zu Themen Israel und jüdisches Leben. Zuvor Korrespondent und Redaktioneller Mitarbeiter für die European News Agency, und seit geraumer Zeit als Blogger hier auf dieser Plattform. Davor war ich auch fleissig als Kommentator über die Plattform Disqus unterwegs, u.a. bei der Jerusalem Post oder die Neue Zürcher Zeitung. Inhaltlich mache ich keinen Hehl aus meiner Überzeugung, dass für mich die sog. Zwei-Staaten-Lösung - die ja wahl- und bezeichnenderweise auch schon ein Konzept für mehr als 2 Staaten war - eine in der westphälischen Ordnung (Henry Kissinger) verwurzelte und europazentrische Sichtweise - überholt resp. zumindest neu gedacht werden muss. Als Sprössling zweier Überlebenden der Schoa ist das, was man heutzutage Erinnerungskultur nennt, naturgemäss mein Thema. In diesen Zusammenhang gehört die Auffassung, dass man nach wie vor lieber tote Juden beweint, als dass man sich lebenden Juden - in Israel oder in der Diaspora - zuwendet, bekennt und mit ihnen solidarisiert. In dieser Hinsicht halte ich meinem Land, der Schweiz, vor, sich ihrer Verantwortung aus dem Zweiten Weltkrieg bis heute nicht gestellt zu haben. Da verkommt sogar die Diskussion über eine zentrale Gedenkstätte oder zu Raubkunst zur willkommenen Ablenkung vom Thema. Mitglied im Deutschen Verband der Pressejournalisten

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